Depression Seite 16
Die Begutachtungsleitlinien "Anhaltspunkte für die ärztliche Gutachtertätigkeit" lassen sich derzeit beim Bundesgesundheitsminister kostenlos downloaden ( 1.4 MB).
Sozialmedizinische Beurteilung Empfehlung der DRV Oktober 2001 Die Beurteilung der Leistungsfähigkeit im Erwerbsleben richtet sich neben den psychopathologischen Beeinträchtigungen nach dem Ausmaß der anhaltenden Funktions-bzw. Aktivitätsstörungen sowie der möglicherweise eingeschränkten Teilhabe an den verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Die affektiven Störungen in Form der manischen, depressiven oder bipolaren Episoden zeichnen sich durch eine in der Mehrzahl günstige Prognose aus, die um so besser erscheint, je affektgetragener sich das Krankheitsbild darstellt. Bei stationärer und/oder ambulanter Akutbehandlung, die auch eine entsprechende Pharmakotherapie - ggf. einschließlich einer Phasenprophylaxe (Lithium, Carbamazepin, Valproat) - umfasst, ist die Gefahr einer dauerhaften Einschränkung der Leistungsfähigkeit meist nicht gegeben. Rezidivierende depressive Störungen können zwar ebenfalls zu wiederholter und z. T. längerer Arbeitsunfähigkeit führen, sie bedingen in der Regel aber keine erhebliche Gefährdung der Leistungsfähigkeit im Erwerbsleben. Kommt es im Rahmen von unvollständigen Remissionen allerdings zu Residualzuständen z. B. mit hypomanischer Dauerverstimmung, Restdepressivität, erhöhter emotionaler Labilität, ist eine Beeinträchtigung des qualitativen oder des quantitativen Leistungsvermögens zu prüfen. Dies gilt insbesondere auch für Krankheitsbilder mit häufigem und kurzfristigem Wechsel der Episoden (rapid cyclers), bei denen aufgrund der fortdauernden Leistungseinschränkungen eine Berentung in Betracht zu ziehen ist. Die sozialmedizinische Beurteilung der anhaltenden affektiven Störungen muss ebenfalls die Neigung zur Chronifizierung in Rechnung stellen, so dass sich die Einschätzung des Leistungsvermögens im Einzelfall sehr schwierig gestalten kann. In der Regel sind die von einer Dysthymie betroffenen Patienten trotz monatelanger Depressivität und Müdigkeit in der Lage, die wesentlichen Anforderungen des täglichen Lebens unter Einschluss der Berufstätigkeit - allerdings oft auf eingeschränktem Niveau - zu bewältigen. Hier kann es zu quantitativen Einschränkungen der Leistungsfähigkeit kommen, die in Abhängigkeit von der persönlichen bzw. beruflichen Situation je nach individuellen Anforderungen stark variieren. Die Notwendigkeit für spezifische Rehabilitationsmaßnahmen ist bei den unterschiedlichen affektiven Störungen aufgrund der in der Regel guten Behandlungsmöglichkeiten im ambulanten und stationären Akutbereich sowie aufgrund der in der Mehrzahl günstigen Prognose nur im Einzelfall gegeben. Vorrangig ist eine frühzeitige und konsequente psychiatrisch-psychotherapeutische Fachbehandlung, die ggf. auch eine neuro- bzw. thymoleptische Medikation umfassen muss. Bei anhaltenden affektiven Störungen, bei denen beeinflussbare reaktive Bedingungsfaktoren von Bedeutung sind, müssen Rehabilitationsbedürftigkeit und Rehabilitationsfähigkeit für Einrichtungen der medizinischen, aber auch der medizinischberuflichen oder der beruflichen Rehabilitation geprüft werden. Akute Suizidalität ist dabei als Kontraindikation anzusehen. Neben den individuellen Ressourcen und der unterschiedlichen Fähigkeit zur Krankheitsbewältigung sind verschiedenste Einwirkungen - z. B. aus dem Familien- und Berufsleben - zu berücksichtigen, die den Verlauf positiv oder negativ beeinflussen können. Insbesondere bei depressiv-dysthymen Störungen kann eine medizinische, medizinisch-berufliche oder berufliche Rehabilitation indiziert sein, wenn eine Chronifizierung mit fortbestehenden subjektiven und objektiven Beeinträchtigungen der Patienten bei sozialen, häuslichen und vor allem beruflichen Tätigkeiten droht. Rehabilitative Maßnahmen zu Lasten der Rentenversicherung bei affektiven Störungen sind vor allem bei drohender Chronifizierung - einhergehend mit einer erheblichen Gefährdung der Leistungsfähigkeit - zu prüfen, sofern diese nicht im Rahmen der ambulanten oder stationären Akutbehandlung abgewendet werden kann. Voraussetzung für derartige Maßnahmen sind neben der Entaktualisierung der psycho- pathologischen Symptomatik eine ausreichende Remission mit entsprechender Belastbarkeit und Kooperationsfähigkeit. Anmerkung: Fachärztliche Befunde liegen im Rentenverfahren häufig nicht vor. Bei Depressionen handelt es sich um in aller Regel gut behandelbare Erkrankungen. In deutlich über der Hälfte der Fälle lässt sich nach Studien, Lehrbüchern und Leitlinien deutscher wie Internationaler Fachgesellschaften und nach der alltäglichen Erfahrung in der Praxis mit einer fachgerechten Behandlung in einem Zeitraum von 3-12 Wochen eine substanzielle Besserung einer Depression erzielen. Noch besser ist die Prognose für einen sozialen Rückzug der durch phobische Symptome bedingt ist unter Behandlung mit Verhaltenstherapie. Eine mittelgradige depressive Episode bedingt meist (nicht immer) Arbeitsunfähigkeit, allerdings von absehbarer Dauer (in der Regel deutlich weniger als 6 Monate bei adäquater Behandlung und Kooperation). Die Erfolgsaussichten einer Behandlung sind dabei nur gering von der Ursache der Depression beeinflusst. Zitat: „Response to antidepressants in major depression is unrelated to prior life events (Ib), however, response to placebo appears higher with prior life events (IIb) and in primary care settings (Ib)” aus I. M. Anderson1, D. J. Nutt2 and J. F. W. Deakin1, on behalf of the Consensus Meeting and endorsed by the British Association for Psychopharmacology, Evidence-based guidelines for treating depressive disorders with antidepressants: a revision of the 1993 British Association for Psychopharmacology guidelines Journal of Psychopharmacology 14(1) (2000) 3–20 html Version unter http://www.bap.org.uk/consensus/antidepressants.html Zu jedem Zeitpunkt leiden 10% aller Menschen unter depressiven Störungen, 2-7 % unter schweren behandlungsbedürftige Depressionen; 2/3 verlaufen episodisch mit abgegrenzte Episoden mit zwischenzeitlichen Phasen völliger Gesundheit, 1/3 mit einer partiellen Besserung, die Episodendauer beträgt Wochen bis Monate; bei 15-20 % >= 12 Monate, Prognose hinsichtlich der Remission der einzelnen Phasen gilt als gut, im Langzeitverlauf besteht ein Wiedererkrankungsrisiko 50-75 % nach einer depressiven Phase. Ursächlich wird überwiegend von dem Vulnerabilitäts-Stressmodel ausgegangen (Veranlagung und hinzugekommene gravierendere Auslöser). Eine Therapie mit einem Antidepressivum muss (nach den Leitlinien zu Affektiven Erkrankung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN)) immer erfolgen bei: Schwer depressiver Episode, Chronisch depressiver Episode oder früherem schlechtem Ansprechen auf alleinige Psychotherapie. Patienten mit einer mittelschweren bis schweren Depression sollten medikamentös (mit Antidepressiva) behandelt werden, unabhängig davon ob gleichzeitig eine Psychotherapie erfolgt. Patienten mit einer leichten bis mittelschweren Depression, die eine alleinige Psychotherapie als erste Behandlung bevorzugen, können auch mit dieser Option behandelt werden. Man geht in der Regel von einer Zeit von 3 Wochen aus, bis unter Behandlung eine Besserung erkennbar (bei 50-70% der Patienten) ist. Falls dann keine Besserung eingetreten ist, wird die Mitarbeit des Patienten überprüft oder die Dosis des Medikamentes erhöht. Ggf erfolgt nach weiteren 3 Wochen ein Wechsel des Medikamentes jeweils mit ähnlich guten Erfolgsaussichten. Neben den häufig fehlenden eindeutigen fachpsychiatrischen Befunden, einer fehlenden ausreichenden Behandlung , einer Aufnahme einer fachärztlichen Behandlung erst kurz vor oder nach der Rentenantragstellung, ist oft noch nach langem Verlauf eines Rentenverfahrens festzustellen, dass auch zu diesem Zeitpunkt noch gute Behandlungsaussichten bestehen. Es ist dann oft davon auszugehen, dass wäre eine solche Behandlung in Anspruch genommen worden, wäre die depressive Episode mit hoher Wahrscheinlichkeit wesentlich verkürzt worden oder bereits abgeklungen. Der Zeitraum der Arbeitsunfähigkeit wäre mit einer ausreichenden Behandlung wahrscheinlich auf einen Zeitraum von weniger als 6 Monaten verkürzt worden. Vorsicht bei Reiseabsagen
wegen einer Depression.
Wenn eine chronische Depression vorliegt, kann es sein, dass die
Reiserücktrittsversicherung sich weigert bei Verschlimmerung zu bezahlen. Wer
dann wegen einer akuten Episode seinen gebuchten Urlaub absagt, bekommt
möglicherweise seine Stornokosten von der Reiserücktrittsversicherung nicht
ersetzt. Ein entsprechendes Urteil des Amtsgerichts wurde jetzt vom Münchner
Landgericht bestätigt. "Bereits bei Abschluss der Reiserücktrittsversicherung
habe die Klägerin damit rechnen müssen, dass sie die Reise wegen eines
möglicherweise auftretenden akuten Schubs nicht werde antreten können,
argumentierte das Gericht weiter. (Gz.: 133 C 33118/02: AG München; 6 S
5258/03: LG München I). Ob sich andere Gerichte diesem Urteil anschließen, und
wie die Versicherer generell verfahren bleibt abzuwarten. Links zu Depression zu Suizid
Allgemein Special Depression des Gesundheitsportals LIFELINE Rat und Hilfe zur Depression mit kostenlosem ärztlichen Expertenrat zu Krankheit und Therapie im Gesundheitsportals LIFELINE. Will sowohl Betroffene als auch Angehörige über die Krankheit aufklären. Ein ärztlicher Experte beantwortet online Fragen rund um die Depression. AAFP: Diagnosis & Management of Depression AHRQ: Treatment of Depression: Newer Pharmacotherapies The US Agency for Healthcare Research and Quality has prepared an evidence-based report on newer therapies for depression. APA Practice Guideline for Treatment of Major Depression The American Psychiatric Association's guideline for treating patients with major depression (revised in 2000) is posted here in its entirety. Internet Mental Health: Depression National Depressive and Manic-Depressive Association Besonders interessante Organisation, mindestens 51% der Mitglieder müssen selbst eine Depression haben. Royal College of Psychiatrists: Depression Leaflets Dementia Web nstitute of Neurology and Division of Neurosciences, Imperial College of Medicine in London, UK STAND: Stress, Anxiety, and Depression AmoebaWeb associations, journals, health psychology, forensic psychology, cross-cultural psychology, psychology of religion, sensation and perception, emotion, motivation, and states of consciousness. online tests and links National Institute of Neurological Disorders and Stroke Brain Connection learning, memory, autism, mood disorders, biology of aggression, epilepsy, and other neurological disorders. www.medicine-worldwide.de Depression und Manie Depression Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft im PDF-Format Feb. 1996 (237 KB) Depression Ratgeber der TK Artikel der Ärztezeitung zu Depressionen Angst Arbeitskreis Depression http://www.ak-depression.de/ Forum für die Verbesserung von Diagnose und Therapie depressiver Störungen mit Online- Buch Depression im Alter Kompetenznetz ''Depression'' (München) http://www.kompetenznetz-depression.de/ Beschreibung des Krankheitsbildes mit weitergehenden Informationen und Stellenmarkt Melancholie und Depression (Düsseldorf) http://www.melancholicus.de/ Informationen, ein Heft zum Bestellen sowie ein Fragebogen zum Thema Depression und Persönlichkeitsdisposition zur Melancholie Tagebuch einer Depression (Berlin) http://www.kasi-mone.de/depression/ Die an einer schweren Depression erkrankte Autorin beschreibt ihren Weg durch diese Krankheit und die Chancen und Möglichkeiten für die Seele, die daraus erwuchsen 1998 Nidus Information Services, Inc. Well-Connected Report: Depression. December 1998. (Online) www.well-connected.com Online book: Effective Treatments Are Available Depression in Primary Care: Volume 2. Treatment of Major Depression Depression Is A Treatable Illness: A Patient's Guide Drug FAQs: Antidepressants Questions and answers about the use of light therapy in winter: Treatment Strategies for Depression Depression in Primary Care: Volume 1. Detection and Diagnosis OnlineDepr.ScreeningTest Andrew's Depression Page Depression FAQ Mood Disorders A study of Biopsychosocial Treatments to prevent Manic-Depressive Relapse Atlas of Brain Perfusion SPECT - Depression Epidemiology of Affective Disorders Psychobiology of Affective Disorders Winter Depression Homepage Am Anfang war der Tod - Leben mit einer endogenen Depression:If You're Over 65 And Feeling Depressed.... What You Should Know About Women and Depression 44. Mood Disorders Pharmacologic PreventionDepression - Doctor's Guide to the Internet Depression FAQ DMDA Depression Site Dr. Ivan's Depression Central Major Depressive Disorder Depression Quest. Online Depression Screening Test Wing of Madness A Depression Guide Drug FAQs: Antidepressants Questions and answers about the use of light therapy in winter: Treatment Strategies for Depression http://www.execpc.com/~corbeau/ Psychology Self-Help Resources on the Internet http://depression.com/ Säsonal abhängige Depression und Lichttherapie von Norman E. Rosenthal, M.D. Depression nach der Geburt (post partum) Walkers in darkness" Linksammlung Internet Mental Health , Mental Health InfoSource Stanley CenterStanley Center Depression in Primary Care: Volume 1. Detection and Diagnosis Andrew's Depression Page Depression FAQ Mood Disorders Carbamazepine, Diazepam Valproic acid Newsgroups zur Depression (englisch)alt.support.depression and it's web page alt.support.depression.manic soc.support.depression.crisis soc.support.depression.treatment soc.support.depression.family soc.support.depression.manic soc.support.depression.misc soc.support.depression.seasonal An Internet Ancillary to PSYCHOLOGY http://www.execpc.com/~corbeau/ Psychology Self-Help Resources http://www.organon.ch/welcome2.htm Pharmaadresse zur Depression (Remergil) alles zum Medikament, biologische Faktoren der depression werden "unterschlagen" (vermutlich weil allgemein oportuner, trägt aber nicht gerade zum Abbau von Voruteilen bei ) sonst aber gut gemacht. Am Anfang war der Tod - Leben mit einer endogenen Depression: If You're Over 65 And Feeling Depressed.... What You Should Know About Women and Depression Online document - APA American Academy of Child & Adolescent Psychiatry Children's Sleep Problems These brochures are provided to educate parents and families about psychiatric disorders affecting children and adolescents National Sleep Foundation allgemeine Infos zu Schlafstörungen und Links der National Sleep Foundation Im Mental Health Net zu Hypersomnia, Primary Insomnia, Primary Sleep Terror Disorder Sleepwalking Disorder SuizidSuicidal Ideation and Suicide Attempts in General Medical Illnesses
Benjamin Druss, ARCHIVES OF INTERNAL MEDICINE Artikel der Ärztezeitung zu Psychische Erkrankungen Am Anfang war der Tod - Leben mit einer endogenen Depression: Noch wachsender Erfahrungsbericht- M.Kestler
Epidemiology HTML publication - Departement of Health, State of New York
Save: Homepage of Suicide Awareness / Voices of Education Selbstmord - Suizid - Selbsttötung - Freitod? Informationen für Menschen, die sich nicht nicht sicher sind, ob sie weiterleben sollen - W. Dorrmann
Suizidprophylaxe - W. Dorrmann Aktuelles :ARCHIVES OF GENERAL PSYCHIATRY- May 2000 Vol 57, No 5, pp 413-520A Randomized, Placebo-Controlled 12-Month Trial of Divalproex and Lithium in Treatment of Outpatients With Bipolar I Disorder the Divalproex Maintenance Study Group Charles L. Bowden, et al. http://archpsyc.ama-assn.org/issues/v57n5/full/yoa8223.html Maintenance Treatment in Bipolar Disorder Ross J. Baldessarini, MD; http://archpsyc.ama-assn.org/issues/v57n5/full/ycm9492.html Age of Onset and Familial Risk in Major Depression Myrna M. Weissman, http://archpsyc.ama-assn.org/issues/v57n5/full/ylt0500-3.html
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