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Rückenschmerz Seite 4
Was und wie wird beim Arzt zunächst je nach Beschwerden
untersucht
| Erhebung der Vorgeschichte
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Körperliche Untersuchung
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Laboruntersuchungen
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| Sturz oder Trauma in der Vorgeschichte? Krebs in der
Vorgeschichte?
Kommt eine gynäkologische Ursache, eine Nierenkrankheit, usw. als
Ursache in Betracht?
Beschwerdebeginn und zeitlicher Verlauf
Schmerz: Art, Ort und Ausstrahlung ?
Gefühlsstörungen?, dauernd? zeitweise?
Schwäche in Arm oder Bein? Bewegungseinschränkung?
Was bessert, was verschlechtert den Schmerz?
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Beurteilung des Allgemeinzustandes Beobachtung des
Verhaltens beim Gehen, An- und Ausziehen Körperhaltung und Muskelschwund?
Wie gut entfaltet sich der betroffene Wirbelsäulenabschnitte beim nach
vorne Beugen (Messen mit dem Maßband )?
Verkrümmungen der Wirbelsäule?
Prüfung der Kraft und des Gefühlsempfindens
Reflexprüfung |
Um entzündliche Erkrankungen auszuschließen, nur bei
länger anhaltenden Beschwerden oder Hinweisen auf eine entzündliche
Erkrankung BKS
Differential-Blutbild
eventuell: Borrelien-Serologie, HLA-B-27 bei Verdacht auf Morbus
Bechterew. |

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Rückenschmerzen Abklärung
nach Verdachtsdiagnose |
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Mögliche Ursache |
wichtigste Befunde |
Bildgebung |
weitere Untersuchungen |
| Krebs/
Metastasen
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Vorgeschichte einer
Krebserkrankung und neu aufgetretener Kreuzschmerz, keine Besserung im
Liegen |
MRT |
BKS, Blutbild |
| Unklarer Gewichtsverlust,
Alter>50,oder <20 Jahre , anhaltende Kreuzschmerzen,
keine Besserung im Liegen |
Rö LWS |
| Infektiöse Ursache
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Fieber,Schüttelfrost, i.v.
Drogenmissbrauch, kürzlich vorausgegangene
bakterielle
Infektion (insbesondere Harnwege und
Haut), Immunosuppression (Kortikosteroidbehandlung,
Transplantierter Patient, HIV Infektion), Schmerzen schlimmer bei Nacht, oder
schlimmer im Liegen |
MRT |
BKS, CRP, Blutbild |
| Diabetes m. |
diabetischen
Neuropathie mit akuter Radikulopathie |
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NLG, EMG, Diabetes- Einstellung
überprüfen |
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Cauda-Equina-Syndrom
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Inkontinenz, Harnverhalt,
Reithosensyndrom, Lähmungen in mehreren Etagen, bzw.
Schweres oder fortschreitendes Neurologisches Defizit an den unteren
Extremitäten |
MRT |
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| Wirbel-Kompressions- Fraktur
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Bekannte
Osteoporose ,
Kortisonbehandlung in der Vorgeschichte, fortgeschrittenes Alter
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Rö LWS |
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| Schwerer Unfall (Trauma bei Autounfall,
Sturz aus großer Höhe), epileptischer Anfall |
| Ankylosierende Spondylitis
Bechterew |
- Morgensteifigkeit,
- keine Besserung im Liegen, Besserung
durch Bewegung,
- wechselnde Gesäßschmerzen,
- mehrfaches Aufwachen in den
Morgenstunden durch Schmerzen,
- jüngeres Alter <40,
- mehr als 3 Monate anhaltende
Schmerzen.
je mehr dieser Kriterien zutreffen, umso
wahrscheinlicher |
Übersichtsaufnahme der SI-Gelenke evtl. konventionelle
Schichtuntersuchung. |
BKS, CRP, evtl. HLAB 27, |
behinderndes neurologisches
Defizit  |
Lähmungen |
MRT |
EMG, SSEP; NLG |
| Rückenschmerz |
ohne ischialgiforme Ausstrahlung
und ohne die anderen Risikofaktoren |
keine |
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| Wenn der Schmerz nach 4 Wochen Behandlung
nicht besser wird |
je nach Vorgeschichte evtl
Rö LWS |
Diagnostik psychosozialer Risikofaktoren,
Überweisung Verhaltenstherapie, Schmerz- Bewältigungsprogramme |
| Ischialgie |
positiver
Lasègue-Test und oder positiver
umgekehrter Lasègue , keine
Lähmungen bis 4 Wochen |
keine |
keine |
| nach 4 Wochen ohne Besserung |
insbesondere bei
Schmerzausstrahlung bis unterhalb des Knies MRT,
sonst evtl zuerst Rö LWS |
EMG, SSEP; NLG, Diagnostik psychosozialer Risikofaktoren, Überweisung
Verhaltenstherapie, Schmerz- Bewältigungsprogramme |
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Spinalkanalstenose |
ausstrahlender
belastungsabhängiger Schmerz,
Claudicatio spinalis ältere Patienten,
bis 4 Wochen |
keine |
keine |
| nach 4 Wochen ohne Besserung |
MRT |
EMG, SSEP; NLG |
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MRT=
Kernspintomographie, Rö LWS=
Röntgen der Lendenwirbelsäule, EMG=
Elektromyogramm SSEP=
Somatosensorisch Evozierte
Potentiale NLG=
Nervenleitgeschwindigkeiten,BKS= Blutkörperchen-
Senkungsgeschwindigkeit, CRP = C-reaktives Protein, Die
Sensitivität und Spezifität
von BKS und CRP sind aber nach
Studienlage bei dieser Indikation nicht sehr hoch.
HLA-B27 steht dabei für
Human Leukocyte Antigen-System, HLA-B27 findet sich bei bis zu 8%
der Gesunden, aber auch bei 95% der an M. Bechterew erkrankten sowie
bei 10-80% der von anderen rheumatischen Erkrankungen betroffenen,
je nach Art der Erkrankung. Das HLA-B27 ist damit keine Krankheit,
sondern ein genetischer Marker, der sich bei manchen rheumatischen
Erkrankungen gehäuft findet. Gesunde mit HLA-B27 bekommen nur in
etwa 6-7% einen rheumatische Erkrankung. Ähnlich wie Röntgenbefunde,
ist damit auch dieser Laborwert nur im klinischen Zusammenhang zu
bewerten. |
Modifiziert nach: A Joint Clinical Practice Guideline from the American College of Physicians
and the American Pain Society In Annals of internal Medicine
2
October 2007 | Volume 147 Issue 7 | Pages 478-491
PDF und Bigos SJ. Acute low back problems in adults. Rockville,
Md.: U.S. Department of Health and Human Services, Public Health
Service, Agency for Health Care Policy and Research, 1994; AHCPR
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Douglass Evaluation and Treatment of Low Back Pain in Family
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S31.
[Abstract]
[Full
Text]
[PDF] Deyo RA, Rainville J, Kent DL. What can the history and
physical examination tell us about low back pain?
JAMA 1992;268:760-765.
A. J.
Haig, M. E. Geisser, H. C. Tong, K. S.J. Yamakawa, D. J. Quint, J.
T. Hoff, A. Chiodo, J. A. Miner, and V. V. Phalke
Electromyographic and Magnetic
Resonance Imaging to Predict Lumbar Stenosis, Low-Back Pain, and No
Back Symptoms J. Bone Joint Surg. Am., February 1, 2007;
89(2): 358 - 366.
[Abstract] |
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Erstbehandlung bei unkomplizierten
Rückenschmerzen - Erklärung und Information |
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Eingehen auf die
spezifischen Ängste des Patienten, ggf. Beruhigung , eine
schwerwiegende Erkrankung ist meist sehr unwahrscheinlich.
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Röntgenbilder und
Bluttests sind bei akuten Rückenschmerzen nur selten
erforderlich. |
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Aufklärung, dass
die schlimmen Schmerzen sich meist innerhalb von Tagen bis
Wochen bessern, leichtere Schmerzen aber über einige Wochen
bleiben können. |
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Auch nach Besserung
kommen die Schmerzen nicht selten irgendwann wieder. |
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Aufklärung, dass
Ausruhen und Liegen nur kurzfristig sinnvoll ist. Möglichst
baldige Wiederaufnahme der normalen körperlichen Aktivität und
Arbeit bessert die Beschwerden schneller. Der Patient muss an
der Genesung mitarbeiten. |
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Oft sind am Anfang
regelmäßig eingenommene Schmerzmittel sinnvoller als eine
Medikation nach Bedarf. |
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Angebot einer
Nachkontrolle, falls der Patient den Schmerz nicht in den Griff
bekommt. |
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Anschrift des Verfassers: (Praxisadresse) |
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Feedback: |
Karl C. Mayer |
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Gästebuch |
Bergheimerstraße 56a |
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E-Mail |
69115 Heidelberg |
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